
Bei der Lagerung von Cannabis geht es um den Moment, in dem das Trocknen und das Curing bereits richtig abgeschlossen sind und man nun die Eigenschaften des Cannabis und seiner Bestandteile erhalten möchte: die Farbe ebenso wie die Aromen und Cannabinoide. Ein klares Beispiel für schlechte Lagerung sind ein paar Blüten, die wir in einer Schublade vergessen haben. Sie sind trocken, brüchig, haben eine oxidierte Farbe und fast ihren ganzen Geruch verloren. Manchmal sieht man es nicht, aber man merkt es am weniger komplexen Aroma der Blüten: Es ist immer noch gut, aber nur die schwereren Terpene sind geblieben, während die flüchtigeren verschwunden sind. Und wenn du Blüten in erstklassiger Qualität suchst, entdecke unseren Ratgeber mit den besten CBD-Blüten, ausgewählt von Cannactiva.
Hier findest du eine praktische Anleitung, wie du CBD-Blüten richtig lagerst und sie so frisch hältst, wie sie bei dir angekommen sind.
So lagerst du CBD-Blüten richtig
Schritt 1: Richtiges Trocknen und Curing
Das Trocknen und Curing von Cannabis ist entscheidend, um seine Qualität zu erhalten. Die Blüten brauchen die richtige Feuchtigkeit, damit sich kein Schimmel bildet, dürfen aber nicht zu trocken sein. Das Curing wiederum ist für einen guten Rauch unverzichtbar und für viele mit der Reifung von Wein vergleichbar.
Schritt 2: Lagerung an einem kühlen, dunklen Ort
Lagere Cannabis an einem kühlen, dunklen Ort, etwa in einem Schrank (wo kein direktes Licht hinkommt), bei einer Temperatur zwischen 15 und 21 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 % (beides lässt sich mit einem Thermo-Hygrometer messen). So verhinderst du, dass die Blüten zu stark austrocknen oder Schimmel bilden.
Schritt 3: Der richtige Behälter
Glas, Metall und Keramik eignen sich am besten, um Cannabis zu lagern. Plastikbehälter können Gerüche abgeben und Aromen aufnehmen, was die Qualität des Cannabis beeinträchtigt. Eine gute Möglichkeit ist, die Blüten in luftdicht verschließbaren Glasbehältern in einem geschlossenen Schrank aufzubewahren, um sie vor direktem Licht zu schützen. Sind sie zudem aus undurchsichtigem Glas, lassen sie noch weniger Licht durch. Der luftdichte Verschluss verhindert eine übermäßige Oxidation. Hast du keinen, nimm Schraubdeckel. Außerdem sollten die Behälter nicht zu groß sein, damit du die Feuchtigkeit besser kontrollieren kannst. Zur Lagerung von Blüten eignen sich auch Holzbehälter, in denen das Cannabis sein Curing abschließen und überschüssige Feuchtigkeit verlieren kann. Holz ist ein Material, das Feuchtigkeit aufnimmt und ableitet, und kann dazu beitragen, dass die Blüten bis zum Konsum optimal erhalten bleiben.
Schritt 4: Licht vermeiden
Es ist entscheidend, Cannabis vor direktem Licht zu schützen, vor allem vor UV-Licht, das Cannabinoide und Terpene abbauen kann. Verwende undurchsichtige Gläser oder lagere die Behälter an einem völlig dunklen Ort, etwa in einem Schrank, um eine optimale Lagerung zu gewährleisten.
Schritt 5: Die Blüten nicht zusammendrücken
Lege die Blüten so unversehrt wie möglich und ohne sie zu drücken in den Behälter, um Schäden und zu viel Feuchtigkeit zu vermeiden. Das beugt nicht nur möglichen Beschädigungen vor, sondern verhindert auch zu viel Feuchtigkeit und sorgt für eine gute Belüftung zwischen den Blüten. Außerdem verhinderst du so, dass die Trichome abbrechen, und das Cannabis bewahrt seine Aromen besser.
Schritt 6: Die optimale Temperatur halten
Lagere die Behälter an einem kühlen Ort, zwischen 15 und 21 °C (idealerweise 15–16 °C). Hohe Temperaturen beschleunigen den Abbau von Cannabinoiden und Terpenen, während Temperaturen über 25 °C die Bildung von Schimmel begünstigen können. Meide Orte, an denen es zu warm werden kann, etwa die wärmsten und feuchtesten Räume der Wohnung. Die Küche oder ein Schrank, auf den die Sonne scheint, sind zum Beispiel nicht die besten Plätze.
Schritt 7: Auf Sauberkeit achten
Wasch und trockne deine Hände gründlich, bevor du Cannabis anfasst, damit du keinen Schmutz und keine Feuchtigkeit überträgst. Halte den Lagerort frei von Staub und Verunreinigungen und achte darauf, dass die Behälter vor dem Gebrauch sauber und vollständig trocken sind.
Schritt 8: Lüften
Es empfiehlt sich, den Behälter einmal im Monat zu lüften. Wenn du ihn eine Weile offen lässt, beugst du zu viel Feuchtigkeit vor.
Wie sich Cannabis beim Altern verändert
Cannabisblüten altern während der Lagerung und können dabei verschiedene Veränderungen durchlaufen. Im Allgemeinen sind sowohl Cannabinoide als auch Terpene empfindlich gegenüber Licht, Feuchtigkeit und Wärme, die ihren Abbau beschleunigen.
Bei 20 °C werden Cannabinoide nur langsam abgebaut. Deshalb verändert sich der CBD- und THC-Gehalt nicht wesentlich, wenn die Blüten eine Weile gelagert werden, nicht einmal über ein paar Monate. Doch auch wenn 25 oder 30 °C keine extrem hohen Temperaturen sind, reichen sie aus, um die Abbaurate zu erhöhen, verglichen mit niedrigeren Temperaturen wie 20 °C oder weniger. Zu diesen Veränderungen gehört die langsame Umwandlung von Tetrahydrocannabinol (THC) in Cannabinol (CBN), das eine mildere psychoaktive Wirkung hat, durch einen Oxidationsprozess, der durch Wärme beschleunigt wird.
Terpene dagegen, also die Verbindungen, die für Aroma und Geschmack verantwortlich sind, sind viel flüchtiger als Cannabinoide. Die flüchtigsten Terpene werden bei der Lagerung als Erste abgebaut und verdunsten. Stimmen die Bedingungen nicht, verschwinden sie nach und nach, angefangen bei den erdigen, fruchtigen, zitrusartigen, an Kiefer erinnernden, blumigen und krautigen Aromen, wegen der hohen Flüchtigkeit von Terpenen wie Myrcen, Limonen, Pinen, Linalool und Terpinolen. Deshalb bemerken wir beim Aroma von Cannabis, das nicht gut gelagert wurde, deutliche Veränderungen: weniger Geschmack, geringere Intensität und aromatische Komplexität und einen kratzigeren Rauch.
Ein weiteres Problem sind Pilze und Schimmel, die sich bei günstiger Feuchtigkeit und Temperatur vermehren und giftige Mykotoxine bilden können. Diese Mikroorganismen gibt es nicht nur bei Cannabis, sondern auch in allen möglichen Lebensmitteln. In der Cannabisbranche sind diese Verunreinigungen ein großes Thema für die Sicherheit und Qualität des Produkts, ähnlich wie Pestizide und Schwermetalle. Sind die Lagerbedingungen nicht geeignet, vermehren sich diese Mikroorganismen mit der Zeit immer stärker. Um das zu vermeiden, solltest du das Material vor der Lagerung zuerst gründlich prüfen (ob sich in den Blüten Flecken oder Anzeichen eines Befalls zeigen), es kühl und ohne direktes Licht aufbewahren, zu viel Feuchtigkeit vermeiden und hygienisch damit umgehen.
Fazit
Wie du gesehen hast, steckt hinter der Lagerung von Cannabis kein großes Geheimnis: Es sind nur ein paar grundlegende Hinweise, die du problemlos zu Hause umsetzen kannst. Mit den richtigen Methoden und etwas Geduld kannst du deine Blüten in bester Qualität genießen, frisch und viel länger. Viel Erfolg beim Lagern!
Häufig gestellte Fragen
Ist es empfehlenswert, Cannabis einzufrieren, damit es sich besser hält?
Kurz gesagt: Cannabis einzufrieren ist nicht zu empfehlen, das ist, als würdest du das Produkt wegwerfen. Einfrieren verbessert die Haltbarkeit von Cannabis nicht und kann einige Nachteile haben, vor allem den Verlust seiner gesamten Qualität. Zwar bremst das Einfrieren die Schimmelbildung, es zerstört aber auch die Pflanzenstrukturen: Die Trichome werden spröde und brechen leicht ab, wodurch Potenz und Aroma der Blüten abnehmen. Außerdem fördert das Auftauen das Wachstum von Schimmel und anderen Verunreinigungen und beeinträchtigt Aussehen und Konsistenz der Blüten. Aus diesen Gründen ist Einfrieren für die Langzeitlagerung von Cannabis, das direkt konsumiert werden soll, nicht ratsam. Cannabis wird nur eingefroren, wenn man Extraktionen wie Ice-O-Lator machen will, und dafür muss man kiloweise Cannabis einfrieren. Also nein, für den direkten Konsum empfehlen wir das Einfrieren nicht.
Was sind Beutel zur Feuchtigkeitskontrolle für Cannabis?
Beutel zur Feuchtigkeitskontrolle für Cannabis sind spezielle Päckchen, die helfen, Qualität und Frische von Cannabis während der Lagerung zu erhalten. Sie regulieren die Feuchtigkeit im Behälter, damit das Cannabis auf einem Feuchtigkeitsniveau zwischen 55 % und 62 % bleibt, um Schimmel vorzubeugen.
Wie funktionieren Beutel zur Feuchtigkeitskontrolle für Cannabis?
Ganz einfach: Die Beutel zur Feuchtigkeitskontrolle kommen in den Behälter, in dem die Blüten aufbewahrt werden. Sie enthalten eine Lösung aus Salzen und Wasser in einem Gel, die je nach Umgebung Feuchtigkeit aufnimmt oder abgibt. Ist die Feuchtigkeit im Behälter zu hoch, nimmt der Beutel die überschüssige Feuchtigkeit auf; ist sie zu niedrig, gibt er Feuchtigkeit ab, bis das gewünschte Niveau erreicht ist.



